um 1150 Der Ort Schiefling begegnet uns in der Namensform "Albenesdorf" (Albersdorf - Ortsteil von Schiefling) erstmals. Der alte romanische, zum Teil vorromanische Bau unterstützt die Annahme der Existenz der Kirche bereits im 11. Jahrhundert. Es spricht die Vermutung aus, dass die Kirche entweder von Bischof Albin von Brixen - daher vielleicht auch der Name - oder von einem Freisingschen Bischof geweiht worden wäre, zumal Freising dort begütert war.
1256 Erste nachweisliche urkundliche Erwähnung "Schüflich" in der Schenkungsurkunde des Herzogs Ulrich III. an das Kloster Reun bei Graz "septem mansus sitos in villa Schüflich". Der Herzog schenkt sieben Bauernbesitzungen in Schiefling dem Kloster Reun.
1263 Derselbe Herzog gibt eine Wiese und einen Acker bei Schiefling und 4 Huben "uf dem Ecke iuxta Schueflich" - Auf dem Ecke bei Schiefling - dem Zisterzienserkloster in Viktring bei Klagenfurt.
um 1300 Obwohl in Schiefling die meisten Huben dem Herzog gehörten, hat die Ortschaft selbst den Namen von einem Bischof. Jedenfalls war es ein Freisinger Bischof, der hier eine Bauernbesitzung, die später Kleber innehatte, besaß Im Slowenischen heißt Schiefling nämlich Škofièe von Škof = Bischof (škof = Skuf = Schuef, ce = ling).
Im 13. Jahrhundert war Albersdorf Sitz eines herzoglichen Amtmannes, da am 28. Juni 1283 "Nicola, der amman von Alkmensdorf" in der Zeugenreihe aufscheint, mit der der Streit zwischen dem Probst von Maria Wörth, Meister Heinrich und Konrad von Paradeis in der Frauenkirche zu Klagenfurt geschlichtet wurde.
1610 Die Bezeichnung "Auf dem Ecke bei Schiefling" kommt noch im Urbarium des Jahres 1610 vor und kennzeichnet die Gegend, die später die Bezeichnung "Auf dem Felde" führt, vulgo Paul, Tischler und Kovac sind.
1700-1804 Wahrscheinlicher Bau des barocken Hauptschiffes sowie die Weihung der Schieflinger Kirche dem hl. Erzengel Michael. Das lässt sich daraus schließen, dass eine Glocke von David Polster in Villach 1629 gegossen wurde, welche die Aufschrift "S. Michael Florian ora pro nobis" trug und eine 2. Glocke, vom selben Glockengießer erzeugt, aus dem Jahre 1640 das Bildnis des hl. Erzengels Michael trug. (1787 - Baubeginn des Pfarrhauses)
1788 Die Auspfarrung aus der Mutterpfarre Maria Wörth. Die Pfarre Schiefling zählte zu diesem Zeitpunkt 760 Seelen.
1814-1899 Braunkohleabbau im Turiawald
1878 Ein nach Albersdorf aus der Schieflinger Kirche übertragener Altaraufsatz trägt die Jahreszahl 1727.
1903 Abtrennung des Gebietes von "Dellach", welches zur Gemeinde Schiefling gehörte, an die neu entstandene Gemeinde Maria Wörth.
1905 In Albersdorf fand man bei Aufräumungsarbeiten unter dem Dach ein Antifonar und ein Missale aus dem 14. Jahrhundert. Singer erwähnt hier den uralten bis ins 18. Jahrhundert geübten Brauch des Pferdesegens.
1948 Beschlussfassung des Gemeinderates Velden/Augsdorf/Schiefling, für den Bau einer gemeinsamen Wasserversorgungsanlage. (Bauzeit über 10 Jahre) In weiterer Folge Erschließung der Quellen in Penken, Roach, Auen.
1972 Eröffnung des Amts- und Wohnhauses der Gemeinde Schiefling am See.
1980-1984 Errichtung des 1. Abschnittes der Kanalisationsanlage in Auen und Schiefling (BA01).
1981 Eröffnung des Strandbades Schiefling in Auen am Wörthersee.
1984 Beginn mit den archäologischen Ausgrabungen am Kathreinkogel. Funde sprechen von einer Besiedelung des Kogels, die ca. aus dem 7. Jahrtausend v. Chr. stammen.
1986 Errichtung eines Museums "Haus der Archäologie" über einer Zisterne, welche 80.000 l Wasser fasst.
1986 Eröffnung des ersten gemeinnützigen Wohnbaues der "Neuen Heimat". Bis zum Jahre 2001 erfolgte die Fertigstellung von 75 Wohnungen.
1989 Errichtung des Alban-Berg-Denkmales vor dem Gemeindeamt.
1991 Eröffnung der Volksschule Schiefling; nach mehr als 2-jähriger Bautätigkeit.
1991 Das Land Kärnten verleiht der Gemeinde Schiefling am See ein Wappen, dessen Richterrad und Bischofstab auf rot-grünem Grund an die Heilige Katharina wie auch an den Freisinger Bischof erinnern sollen.
1992-1997 Bau - Sportzentrum Schiefling; Errichtung des Clubhauses, Hauptspielfeld/Trainingsplatz, 2 Sand-Tennisplätze, 1 Mehrzweckplatz, 1 Beachvolleyballplatz
1993-1996 Ausbau des Wassernetzes in Albersdorf, Goritschach, Roda, Zauchen.
1994-1999 Ausbau der Süduferstraße und gleichzeitiger Bau des Gehweges
1996-1998 Errichtung der Kanalisationsanlage in Penken, St. Kathrein, Goritschach, Oberalbersdorf (BA02)
1998-1999 Umbau des ehemaligen Lehrerwohnhauses für Räumlichkeiten des Kindergartens und der Krabbelstube der Gemeinde Schiefling am See
2000-2001 Errichtung der Kanalisationsanlage in Aich, Roach, Raunach (BA03) Somit konnte der Kanalbau in Schiefling abeschlossen werden. Gesamtkosten rund 150 Millonen Schilling.
26. August 2000 Gemeindepartnerschaft mit Romans d´Isonzo
2000-2002 Ausbau der Farrendorfer Landesstraße und gleichzeitiger Bau eines Gehweges
2002-2004 Ortsdurchfahrt Schiefling (mit Geh- und Radweg)
2005-2006 Umbau des Kellergeschosses des Pfarrhauses und Sanierung der Kirchenstraße und Lindenweges
2006-2008 Umbau des Bauhofes und Errichtung eines Wertstoffsammelzentrums
2007 Umbau und Erweiterung des Kindergartens (2. Gruppe)